Weißes Fahrrad zur Erinnerung an tödlichen Verkehrsunfall

BVV-Anträge: Beginnt die Verkehrswende in Charlottenburg?

Mit freundlicher Unterstützung von (aktuell) Bündnis 90/Die Grünen, SPD, FDP, Die Linke und (hoffentlich) auch CDU kommen Anträge für mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in die BVV am 21.11.2019. Unsere Forderungen bringt die SPD ein.

Am Freitag berichtete Cay Dubberke von @TspLeuteChaWi über eine aus unserer Sicht erfreuliche Häufung von Anträgen, die am 21. November 2019 in der BVV unseres Stadtbezirks zum Thema werden. Die FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die SPD stellen jeweils Anträge, die gut unter die Überschrift „Verkehrswende jetzt“ passen würden. Auch die Linke widmet sich dem Thema, im August hatte sie schon als erste unsere Forderungen in die BVV getragen.

Weißes Geisterrad zur Erinnerung an einen tödlichen Verkehrsunfall.
Geisterrad zur Erinnerung an einen tödlichen Verkehrsunfall.

Die FDP setzt sich mit einem Antrag für die Tauentzienstraße probeweise als Fußgängerzone ein. Das hatten die Grünen schon vor einem Jahr probiert – damals ohne Erfolg, Aktuell fordern die Grünen den Test eines „autofreien Kiezes“ im Bezirk. Und die SPD tritt u. a. für unsere Forderungen zur Verkehrssicherheit im Karl-August-Kiez ein (Danke @Dr. Murach für die Kooperation).

Wir finden alle drei Anträge richtig und unterstützen sie mit unserer ganzen Sympathie. Wir würden auch gern „autofrei“ werden – zum Test rund um den Karl-August-Platz. Aber wir freuen uns auch, wenn der Stutti und die Leonhardtstraße oder der Klausenerplatz zum Muster-Quartier würden – wenn sie möchten.

Wer auf die lange Tagesordnung der BVV am 21. November 2019 schaut, wird noch weitere Anträge für Nachbarschaften in #ChaWi finden, die einen anderen Verkehr wollen und brauchen:

  • Blitzer für den Ku’damm (SPD)
  • Umbau der Kantstraße (FDP)
  • Sicherheit für Kinder in der Wilhelmsaue (SPD und ähnlich Die Linke)
  • Der vergessene Bundesplatz (SPD)
  • Neuer Fußgängerweg um den Rüdesheimer Platz (CDU)
  • Verkehrsberuhigung am Heckerdamm (Die Linke)
  • Pilotprojekt Schulstraßen (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Mit dem Rad und ÖPNV zum Schwimmbad Jungfernheide (SPD)
  • Kein unbefugter Fahrzeugverkehr im Preußenpark (CDU)

In Anbetracht dieser Vielzahl von Verkehrsmaßnahmen wäre es wichtig, dass all das, was wir lokal und in begrenzten Quartieren jetzt als Nachbarschaften beginnen, einmal von den Vertreter*innen in der BVV, den Bezirksstadträt*innen und dem Bezirksbürgermeister zusammengedacht wird, weitergebracht wird und sie so gemeinsam die Verkehrswende in Mikrokosmen auch ganzheitlich beginnen könnten.

Wenn die progressiven Nachrichten für eine zukunftsfähige Stadt nicht nur aus #Xhain oder #Neukölln kämen, das wäre ein Wunder. Zum Beispiel unter der traumhaften Überschrift im Jahr 2022: „Charlottenburg-Wilmersdorf hat die wenigsten Autos und die meisten Menschen auf den Straßen von Berlin“.

Wir sehen viel Anfang überall. Wir hoffen, dass die Fortsetzungen folgen und stark sind. Und wir danken allen politischen Vertretern, die sich für unsere #lebenswerte Stadt und #walkablecity einsetzen.

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