Diagramm der Entfernungen von Einkaufswegen in Bristol

Kundschaft kommt aus dem Kiez und auch gut zu Fuß ins Geschäft

Zahlen statt Spekulationen. Der Einzelhandel ist zum Teil gegen Verkehrsberuhigungm denn es werden Umsatzeinbußen befürchtet. Die Sorge wird begründet mit der Annahme, die Kundschaft käme mit dem Auto und bräuchte deshalb auch Parkplätze direkt vor der Tür.

Aber stimmt das?

Die mit Charlottenburg vergleichbare Stadt Bristol im Süd-Westen Englands hat in einer Befragung herausgefunden, dass die Einzelhändler*innen sich in ihrem Glauben an motorisierte Kund*innen irren: Die Händler*innen waren der Meinung, die Käufer*innen kämen zu zwei Dritteln von außerhalb. Aber tatsächlich haben 2/3 der Kund*innen weniger als 1600 Meter Wegstrecke zum Geschäft zurückgelegt. Weniger als 10% kommen aus einer Entfernung von mehr als 8 Kilometer. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass Bristol keine größeren Nachbargemeinden und keinen Speckgürtel mit Outlets besitzt. Das heißt, auch die entfernter wohnenden Konsument*innen müssen nach Bristol kommen. In Berlin hat jeder Bezirk mindestens eine Einkaufsgegend, die Randbezirke zusätzlich die riesigen Shopping-Malls im Speckgürtel. Vermutlich liegen die Anfahrtswege für die Kunden und Kundinnen der Geschäfte im Kiez und in der Wilmersdorfer Straße also noch niedriger.

Diagramm der Entfernungen von Einkaufswegen in Bristol
Entfernungen von Einkaufswegen in Bristol.

Quelle: https://www.sustrans.org.uk/

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Karl-August geht über Grenzen

Durch unseren Kiez zieht sich eine Grenze! Nicht nur der hohe Autoverkehr auf der Krumme Straße trennt den westlichen Teil vom nördlichen, auch die Grenze der Polzeiabschnitte 24 und 25 verläuft entlang dieser Straße. Am frühen Morgen des 10.03.2020 trafen sich daher einige Mitglieder unserer Initiative mit Beamt*innen der beiden für unseren Kiez zuständigen Polizeiabschnitte zu einem Kiez-Spaziergang.

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