Planung Wilmersdorfer Straße verlängern?

Pro & Contra: Wilmersdorfer Straße verlängern?

Die Charlottenburger CDU lud ein zur Diskussion, ob und wie die Wilmersdorfer Straße als Fußgängerzone verlängert werden soll? Wir waren dabei.

Die CDU Charlottenburg-Wilmersdorf hat zur öffentlichen Diskussion über die Verlängerung der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße am Donnerstag, den 28.11.19 ins Rathaus Charlottenburg eingeladen. Klaus-Dieter Gröhler, Bundestagsabgeordneter der CDU für unseren Stadtbezirk, und Detlef Wagner, CDU-Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit, initiierten und moderierten die Veranstaltung. Rund 30 interessierte Bürger*innen, darunter Gewerbetreibende und Bezirkspolitiker*innen, fanden sich im Helene-Saal ein. Unter anderem waren Vertreter*innen der AG Wilmersdorfer Str., die Betreiber des Charlottenburger Weihnachtsmarkt und vier Mitstreiter unserer Nachbarschaftsinitiative dabei.

Nach einer ausführlichen Präsentation der städtebaulichen und sonstigen Missstände in der Wilmersdorfer und den angrenzender Straßen, wurde der Umgestaltungsbedarf aufgezeigt. Es wurden auch erste Lösungsvorschläge für die Wilmersdorfer Straße erläutert und diskutiert.

Interessant war, dass eine Sperrung der Schillerstraße bislang nicht vorgesehen ist. Auch ein übergreifendes Verkehrskonzept für das gesamte Quartier ist noch nicht vorgesehen. In der anschließenden Debatte äußerten viele der anwesenden Bürger ihre Sorgen, dass diese nur eine halbe Lösung wäre und nicht zukunftsweisend. Auch wir von der Initiative haben deutlich darauf hingewiesen, dass sich die Verkehrssituation weiter verschärfen würde, wenn es kein Quartierskonzept gebe.

Ein virtueller Blick von der bestehenden Fußgängerzone in den geplanten Bereich.

Wir konnten erfreut feststellen, dass sich die meisten Anwesenden in diesen Punkten einig waren und auch die Initiatoren im Laufe des Abends erkannten, dass ein punktueller Eingriff nicht ausreichend sein wird. Es gab von den Anwesenden sogar die Idee, die Fußgängerzone noch über die Bismarckstraße hinweg zu verlängern.

Lebhaft diskutierten die Teilnehmer*innen die Mitverantwortung des Bezirksamtes, die Verkehrsbelastung durch ruhenden und fliessenden Verkehr sowie Trading-down-Effekte des öffentlichen Raums, der Baumaßnahmen und des Mietermix. Auch temporäre Maßnahmen wurden in Betracht gezogen und auf die Umsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes hingewiesen.

Der Umbau der Wilmersdorfer Straße zur erweiterten Fussgängerzone zwischen Schillerstraße und Bismarckstraße schätzten die politischen Vertreter auf Kosten von mind. 5-6 Mio. Euro.

Klaus-Dieter Gröhler und Detlef Wagner verfolgten die Debatte aufmerksam und versprachen, auch die kritische Positionen in ihre weitere Arbeit einzubeziehen. Im Februar 2020 soll eine durch die CDU organisierte Bürgerbefragung stattfinden. Eine Regionalkonferenz für Gewerbetreibende und Bürger soll anschliessend folgen.

Auch nach dem offiziellen Teil waren die Gespräche nicht zu Ende.

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