Team

Wir sind Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Karl-August-Kiez und den angrenzenden Vierteln. Der Kiez gehört zu unserem Alltag. Hier wohnen und arbeiten wir, gehen die Kinder zur Schule, treffen wir uns mit den Hunden am Platz, kaufen wir das Brot, den Wein und den Tee. Unser liebster Markt ist Super, jeden Mittwoch und Sonnabend rund um die Trinitatiskirche. Wir haben unseren Stammplatz im Thomas Eck und hier auch Friseure, Ärzte, Physiotherapeuten und Coaches unseres Vertrauens.

Zum aktiven Kreis der Nachbarschaftsinitiative zählen fast 30 Nachbarinnen und Nachbarn, im Netzwerk sind über 200 Bürger und Bürgerinnen an unserer Arbeit interessiert und unterstützen unsere Ziele.

Mitten in Berlin zwischen Deutscher Oper und Gedächtniskirche, Ku’damm nah und schnell am Hauptbahnhof und auf der Stadtautobahn, wollen wir unser Quartier öffnen. Öffnen für buntes Leben vor der Haustür – als aktive Nachbarschaft.

Dafür setzen sich unter anderem ein:

Manfred

Ich wohne seit 25 Jahren in unserem Kiez, direkt am Karl-August-Platz. Meine Freunde von außerhalb hatten mich für diesen schönen Platz und die damals relative Ruhe bewundert. Doch stets wachsender Verkehr und Navis, die „Schleichwege“ zeigen haben zunehmend die Krumme Straße belastet. Richtig laut ist es durch permanentes Hupen, weil viele der Meinung sind, damit Falschparker wegzuhupen. Leider ist das für uns nicht mehr lebenswert.
Damit wir unseren Kiez wieder genießen können, habe ich mich dieser Nachbarschaftsinitiative angeschlossen. Meine  Motivation geht jedoch weit darüber hinaus. Ich will mehr gelebte Nachbarschaft mit positivem Gefühl. Dazu gehören unsere Geschäfte, Gaststätten, Kneipen und auch ab und zu gemeinsame Feste, die wir gemeinsam veranstalten.
Das schöne ist auch, dass ich bei unseren Meetings Nachbarn kennen gelernt habe, die bereits mehr als 20 Jahre neben mir wohnen.

Stefan




Mein Name ist Stefan, ich wohne seit 1996 in unserem Kiez und habe festgestellt, dass sich die Verkehrssituation, die gegenseitige Rücksichtnahme und die Aufenthaltsqualität in den letzten Jahren wesentlich verschlechtert haben. Dagegen gemeinsam anzugehen, um für uns alle einen gelungenen, sicheren und abwechslungsreichen Alltag in unserem Kiez zu bewirken, ist meine Motivation.

Irene

Ich bin vor 40 Jahren in diesen bemerkenswerten Kiez und in die Krumme Straße gezogen.Damals war die Krumme Straße in Höhe der Goethestrasse für den Durchgangsverkehr gesperrt, was einen sehr positiven Einfluss auf die Wohn- und Lebensqualität hier hatte. Als die Politik eines Tages die Öffnung für den Durchgangsverkehr beschloss, befürchteten die Anwohner sofort eine drohende Belastung durch Lärm und schnell fahrende Autos. Schon in diesen Zeiten schlossen wir uns zu einer Initiative zusammen und kämpften für den Erhalt von Ruhe und Verkehrssicherheit. Trotz all unserer Bemühungen wurde die Krumme Straße geöffnet und damit zu einem extrem lauten und insbesondere für Kinder gefährlichen Verkehrsweg. Jahrzehnte später hoffe ich noch immer auf ein Umdenken bei den politisch Verantwortlichen. Deshalb engagiere ich mich wieder in einer, in dieser Initiative

Lutz

Als einer der Initiatoren der Nachbarschaftsinitiative „Karl-August-Kiez_lebenswert“ arbeite ich mit daran, das Quartier rund um den Karl-August-Platz für Alle lebenswerter zu machen.

Zur Schaffung von mehr Aufenthaltsqualität und eines sozialen Miteinanders im Quartier brauchen wir ein Umdenken in der Politik hin zu einer gerechten Flächenverteilung für Alle, die sich im öffentlichen Raum bewegen.

Der motorisierte Verkehr belegt ca. 2/3 der Straßenfläche – Parkhäuser in fußläufiger Entfernung mit insgesamt ca. 1.000 Stellplätzen sind völlig unterausgenutzt: Das ist Verschwendung der immer knapper werdenden Flächen in den Innenstädten.

Gesine

Im Karl-August-Kiez wohnen die Großeltern. Der Weg zur Kita führt täglich durch das Quartier. Ohne das Haus der Familie wäre mancher Nachmittag öde. Das Spielhaus in der Schillerstraße ist Sonnabends beliebt. Der Markt gehört schon immer am Wochenende zum Pflichtprogramm. Ob Blumen, Obst & Gemüse, Eier, Brot und Nicolas wunderbaren Crepes. Einige Freunde wohnen hier. Essen gehen wir im Quartier auch gern. Die Trinitatiskirche ist manchmal Heimat. Deshalb ist es mir nicht egal, was im Karl-August-Kiez passiert und gründete ich die Nachbarschaftsinititative mit. Ich wünsche mir, dass wir eine lebendige Nachbarschaft werden, die sich sieht und kennt, miteinander im Gespräch ist, hilft, wo Hilfe gebraucht wird und gemeinsam etwas auf die Beine stellt. Inklusiv, Flächengerecht und sicher für klein und groß, die jüngsten und die ältestetn. Gerade jetzt, wo Städte sich verändern müssen, um lebenswert zu bleiben, haben wir die Chance, uns an der Gestaltung unserer Quartiere zu beteiligen.

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